Gewicht Von Wasserstoff: Values, Density, and Storage

by Cryonos on September 13, 2026

Bei 0,0899 kg/m³ wiegt Wasserstoffgas bei 0 °C und 1 bar nur etwa 89,9 g pro Kubikmeter. Ein Wasserstoffmolekül H₂ besitzt eine molare Masse von 2,0159 g/mol, doch für die Praxis ist entscheidend, wie stark Temperatur, Druck und Aggregatzustand das benötigte Speichervolumen verändern.

Das erklärt, warum die Frage nach dem Gewicht von Wasserstoff nicht mit einer einzigen Zahl beantwortet ist. Ein Kilogramm ist zwar leicht zu wiegen, nimmt bei Normalbedingungen aber ungefähr 11,24 m³ ein, wie die deutsche Referenz zu Stoffdaten von Wasserstoff ausweist. Für Labore, Krankenhäuser, industrielle Gasabnehmer und kryogene Logistik bedeutet das: Nicht die Masse allein bestimmt die Anlage, sondern die Kombination aus Masse, Volumen, Druck, Temperatur und Sicherheitskonzept.

Atommasse und molare Masse von Wasserstoff

Die Zahl 2,0159 g/mol beschreibt die molare Masse von Wasserstoff H₂. Für Speicher- und Transportentscheidungen muss sie jedoch von der Atommasse unterschieden werden. Die Atommasse gilt für ein einzelnes Wasserstoffatom und wird in atomaren Masseneinheiten, kurz u, angegeben. Die molare Masse bezieht sich auf ein Mol, also eine festgelegte Stoffmenge, und steht meist in g/mol oder in der Verfahrenstechnik in kg/kmol.

Ein Wasserstoffatom hat die Standardmasse 1,00794 u. Technischer Wasserstoff liegt überwiegend als H₂-Molekül vor. Zwei Atome bilden daher ein Molekül mit rund 2,01588 g/mol. Die Sicherheitsinformation der Universität Münster führt dafür 2,0159 g/mol an.

Die Einheiten richtig lesen

Größe Symbol Wert Einheit
Atommasse eines Wasserstoffatoms m(H) 1,00794 u
Molare Masse von H₂ M(H₂) 2,0159 g/mol
Molare Masse von H₂ in der Verfahrenstechnik M(H₂) 2,0159 kg/kmol

Ein Kilomol ideales H₂-Gas nimmt bei 0 °C und 1 atm ungefähr 22,414 m³ ein. Daraus ergeben sich 496,06 mol für 1 kg H₂ und ein Volumen von ungefähr 11.122 Litern, also rund 11,1 m³. Diese Umrechnung trennt sauber zwischen Masse und Volumen, bevor ein Druckbehälter, ein Trailer oder ein Tank dimensioniert wird.

Deuterium und Tritium sind schwerere Wasserstoffisotope. Für industrielle Gasversorgung, Laborplanung und übliche Referenzrechnungen verändern sie die verwendeten Werte jedoch nur geringfügig.

Technische Faustregel: Ein Kilogramm Wasserstoff bleibt masseseitig kompakt. Bei niedrigem Druck benötigt es trotzdem viel Raum. Für die Lagerplanung muss daher zuerst der Aggregatzustand feststehen, danach folgen Druck, Temperatur und Behältertyp.

Gasdichte bei Standardbedingungen

Bei 0 °C und 1 atm beziehungsweise 101,325 kPa wiegt ein Kubikmeter Wasserstoff rund 0,08988 kg. Technische Tabellen verwenden häufig 15 °C und 1 bar. Dafür sind etwa 0,08425 kg/m³ angegeben. Dieselbe Gasmenge kann je nach Bezugszustand daher unterschiedlich erscheinen.

Die Ursache beschreibt die ideale Gasgleichung:

ρ = pM / RT

ρ bezeichnet die Dichte, p den Druck, M die molare Masse, R die universelle Gaskonstante und T die absolute Temperatur. Bei konstantem Druck sinkt die Dichte mit steigender Temperatur. Bei Wasserstoff beträgt die Änderung näherungsweise 0,4 % pro Kelvin. Ohne Temperatur- und Druckangabe lässt sich ein Messwert deshalb nicht sicher vergleichen.

An infographic explaining hydrogen gas density and why standard measurement conditions like temperature and pressure matter.

Warum Wasserstoff nach oben steigt

Die relative Gasdichte von Wasserstoff gegenüber Luft liegt bei ungefähr 0,07. Bei einer Freisetzung steigt das Gas in offenen oder gut belüfteten Bereichen nach oben. Für die Gefährdungsbeurteilung sind daher Deckenbereiche, Lüftungswege, eingeschlossene Räume und Zündquellen maßgeblich. Die Sicherheitsanweisung der Universität Münster beschreibt diese sicherheitstechnischen Zusammenhänge.

Ein 50-Liter-Behälter enthält bei Standardbedingungen trotz seines sichtbaren Volumens nur etwa 4,2 g Wasserstoff. Für Abrechnung, Transport und Versorgung muss deshalb immer der Bezugszustand dokumentiert werden. Eine ergänzende Erklärung zur Berechnung bietet der Beitrag Dichte eines Gases.

Für deutsche Lagerpraxis bedeutet das: Ein Wert bei Standardbedingungen beschreibt den Inhalt eines Gasvolumens, nicht die Beladung eines Drucktrailers oder Flüssigtanks. Bei 20 °C und 1 bar liegt die Dichte bei ungefähr 0,08375 kg/m³. Dieser Bezugswert wird für technische Mess- und Abrechnungssysteme verwendet, wenn Gasvolumen entsprechend normiert werden. Für Wasserstoffqualität an Tankstellen, etwa im Umfeld von DIN EN 17124, ersetzt er keine Qualitätsprüfung.

Dichte von verdichtetem Wasserstoff bei 350 und 700 bar

Bei 350 bar enthält Wasserstoff etwa 24 kg/m³, bei 700 bar etwa 40 kg/m³, wie deutsche Wasserstoff-Fachinformationen angeben. Diese Werte finden sich in der Fachinformation zur Dichte von Wasserstoff bei 350 und 700 bar. Für die deutsche Speicherpraxis bedeutet das: Ein 350-bar-Trailer benötigt für dieselbe Masse mehr Innenvolumen als ein 700-bar-System. Flüssigwasserstoff erreicht dagegen eine deutlich höhere volumetrische Dichte.

Die ideale Gasgleichung reicht bei diesen Drücken für eine genaue Auslegung nicht aus. Wasserstoff verhält sich als reales Gas, daher wird der Kompressibilitätsfaktor Z berücksichtigt:

ρ = pM / ZRT

Mit steigendem Druck verändern sich Z und die tatsächliche Dichte. Bei Flaschenbündeln, Drucktrailern und stationären Pufferspeichern müssen deshalb Behälterdaten, Temperaturbereich und anwendbare Norm zusammenpassen.

Was 350 und 700 bar praktisch bedeuten

350 bar wird häufig bei größeren Fahrzeugen und schweren Anwendungen eingesetzt. 700 bar ermöglicht bei vielen mobilen Brennstoffzellensystemen mehr Wasserstoffmasse pro Behältervolumen. Die Druckstufe beeinflusst außerdem Verdichterleistung, Befüllung mit Wärmeentwicklung, Ventiltechnik und Prüfanforderungen.

Druck Kompressibilitätsfaktor Z Dichte Masse in einem 122-Liter-Behälter
350 bar etwa 0,99 etwa 24 kg/m³ etwa 2,9 kg
700 bar etwa 1,05 etwa 40 kg/m³ etwa 4,9 kg

Die Tabellenwerte sind gerundete Orientierungswerte. Sie garantieren keine bestimmte Füllmenge für jeden Behälter. Füllgrenzen, Temperatur, Innenvolumen und Ausrüstung bestimmen die tatsächlich nutzbare Masse.

Für Kraftstoffanwendungen zählt neben dem Druck die Gasqualität. Das Bayerische Technologie- und Transferzentrum verweist auf DIN EN 17124 als maßgebliche Norm für Wasserstoffqualität in Deutschland. In einer regulierten Versorgungskette müssen daher Druckstufe, Behälterauslegung, Messzustand und Qualität gemeinsam geprüft werden.

Dichte und Temperatur von Flüssigwasserstoff

Bei ungefähr −252,87 °C beziehungsweise 20,28 K, nahe dem normalen Siedepunkt, erreicht Flüssigwasserstoff eine Dichte von rund 70,85 kg/m³. Ein Liter enthält damit etwa 0,0708 kg. Bezogen auf Wasserstoffgas bei 0 °C und 1 bar entspricht dieselbe Masse ungefähr 788 Litern Gas. Dieser Vergleich erklärt, warum Flüssigtanks trotz aufwendiger Technik eine hohe volumetrische Effizienz bieten.

Warum die Kälte den Tank bestimmt

Die Temperatur legt die Tankauslegung fest. Damit Wasserstoff flüssig bleibt, braucht der Tank kryogene Werkstoffe, wirksame thermische Isolation und eine kontrollierte Druckentlastung. Auch die unvermeidbare Verdampfung muss in der Betriebsplanung berücksichtigt werden.

Für gut isolierte Tanks werden häufig Verdampfungsverluste von etwa 0,1 bis 0,3 % pro Tag angesetzt. Das ist ein Auslegungswert, keine Garantie. Tankkonstruktion, Füllstand, Wärmeübergang und Betriebszustand bestimmen den tatsächlichen Verlust. Bei längeren Standzeiten ist daher ein belastbares Boil-off-Konzept erforderlich.

Die deutsche Fachinformation zu Wasserstoff nennt für Flüssigwasserstoff bei ungefähr −253 °C etwa 70 kg/m³ und stellt den Flüssigzustand dem Druckgas gegenüber. Für industrielle Anwendungen bedeutet die höhere Dichte kleinere Volumina, aber auch höhere Anforderungen an Isolation, Sicherheitsausrüstung und Betrieb.

Als Orientierungsgröße gilt ein volumetrischer Energiegehalt von ungefähr 8,5 MJ/L. Für die Auswahl eines Tanks zählen daneben Lieferfrequenz, Standzeit, Verdampfungsverluste, Entnahmerate und vorhandene Sicherheitsinfrastruktur. Eine praxisbezogene Einführung in Temperatur und Flüssigzustand bietet Flüssiger Wasserstoff und seine Temperatur.

Umrechnung zwischen Masse, Mol und Volumen

Die folgenden Rechnungen verwenden drei klar definierte Größen: die molare Masse M = 2,0159 g/mol, die Gasdichte 0,0899 kg/m³ bei 0 °C und 1 bar sowie die Flüssigdichte 70,85 kg/m³. Wer diese Bezugszustände im Protokoll notiert, kann die Rechnung später nachvollziehen und mit Messwerten vergleichen.

Beispiel A, fünf Kilogramm Wasserstoff

Zuerst wird die Masse in Gramm umgerechnet:

m = 5 kg = 5.000 g

Dann gilt:

n = m / M = 5.000 g / 2,0159 g/mol ≈ 2.480 mol

Für das Gasvolumen bei Standardbedingungen:

V = n × 22,414 L/mol

Daraus ergeben sich ungefähr 55.600 Liter, also 55,6 m³ Wasserstoffgas. Alternativ führt die Dichte direkt zum gleichen Größenbereich:

V = m / ρ = 5 kg / 0,0899 kg/m³ ≈ 55,6 m³

Beispiel B, ein Kubikmeter Gas

Bei einem Kubikmeter gilt:

m = ρ × V = 0,0899 kg/m³ × 1 m³ = 0,0899 kg

Das entspricht 89,9 g. Die Stoffmenge ergibt sich daraus mit:

n = 89,9 g / 2,0159 g/mol ≈ 44,6 mol

Damit enthält ein Kubikmeter Wasserstoffgas bei diesem Bezugszustand ungefähr 44,6 Mol.

Beispiel C, ein Kilogramm Flüssigwasserstoff

Für Flüssigwasserstoff wird wieder die Dichteformel verwendet:

V = m / ρ = 1 kg / 70,85 kg/m³ ≈ 0,0141 m³

Das sind ungefähr 14,1 Liter. Diese Rechnung zeigt den entscheidenden Unterschied zwischen Gas und Flüssigkeit: Dieselbe Masse benötigt im Flüssigzustand ein sehr viel kleineres Volumen, dafür muss die Anlage mit kryogenen Temperaturen und Verdampfungsmanagement umgehen.

Bei 350 oder 700 bar sollte man die Rechnung nicht einfach mit der idealen Gasgleichung durchführen. Der reale Gaszustand und der Kompressibilitätsfaktor Z müssen berücksichtigt werden.

Referenzwerte auf einen Blick

Eine Dichtezahl ist nur mit Temperatur und Druck für die Anlagenplanung brauchbar. Die Tabelle ordnet die Werte deshalb direkt den deutschen Speicher- und Anwendungskontexten zu.

Zustand Temperatur Druck Dichte kg pro Liter Typische Verwendung
Gas bei STP 0 °C 1 atm 0,0899 kg/m³ 0,0000899 kg/L Referenz, Labor, Brennstoffzellen
Gas bei 350 bar Umgebungstemperatur 350 bar etwa 24 kg/m³ etwa 0,024 kg/L Druckgasbündel, Trailer
Gas bei 700 bar Umgebungstemperatur 700 bar etwa 40 kg/m³ etwa 0,040 kg/L mobile Brennstoffzellensysteme
Flüssiger Wasserstoff etwa −253 °C nahe Siedezustand 70,85 kg/m³ 0,07085 kg/L Kryogene Tanks
Molekularer Wasserstoff nicht zutreffend nicht zutreffend nicht zutreffend nicht zutreffend 2,0159 g/mol

Bei 350 und 700 bar sind die gerundeten Dichten als Planungsorientierung für Druckgasbündel und Trailer geeignet. Für die tatsächliche Befüllung zählen Behältervolumen, Temperatur, Füllgrenze und Herstellerdaten. Bei Wasserstoff für Brennstoffzellen kommen außerdem die Qualitätsanforderungen der DIN EN 17124 hinzu.

Die Umrechnung von 24 kg/m³ entspricht 0,024 kg/L. Bei 40 kg/m³ sind es 0,040 kg/L. Diese Einheiten verhindern, dass eine Dichte in kg/m³ versehentlich als kg/L gelesen wird.

Bei hohen Drücken kann der Kompressibilitätsfaktor deutlich von der idealen Näherung abweichen. Ein pauschaler Wert von 1,45 bei 700 bar eignet sich daher nicht als allgemeine Rechenreferenz. Z hängt von Temperatur, Druck und Stoffdatenmodell ab. Die verwendete Stoffdatenquelle gehört deshalb in die technische Dokumentation.

Konsequenzen für Lagerung und volumetrische Effizienz

Die Speicherform bestimmt, wie groß Flaschen, Bündel, Trailer und stationäre Tanks ausfallen. Bei 0,0899 kg/m³ braucht ein Kilogramm Wasserstoffgas ungefähr 11,1 m³. Für industrielle Mengen wäre eine Versorgung bei Atmosphärendruck deshalb kaum praktikabel. In einem Druckgastrailer zählt dagegen die nutzbare Masse pro Innenvolumen.

Ein 50-Liter-Stahlzylinder kann bei 200 bar ungefähr 0,7 kg Wasserstoff aufnehmen. Ein 700-bar-Verbundbehälter erreicht bei 100 Litern ungefähr 4,0 kg. Beide Werte dienen nur der Orientierung. Fülltemperatur, nutzbares Innenvolumen, Füllgrenze und Behältertyp bestimmen die tatsächliche Masse.

Drei Speicherentscheidungen

Speicherformat Dichte Typische Nutzlast Volumetrischer Energiegehalt
Gas bei Normalbedingungen 0,0899 kg/m³ kleine Referenzmengen etwa 0,01 MJ/L
Druckgas bei 350 bar etwa 24 kg/m³ Druckgasbündel und Trailer etwa 2,9 MJ/L
Druckgas bei 700 bar etwa 40 kg/m³ mobile Hochdrucksysteme abhängig von Druck und Temperatur
Flüssiger Wasserstoff 70,85 kg/m³ kryogene Großspeicherung etwa 8,5 MJ/L

Die Werte von ungefähr 0,01 MJ/L bei 1 bar und 0 °C sowie 2,9 MJ/L bei 350 bar und 20 °C verdeutlichen den Unterschied zwischen Normalbedingungen und Druckgas. Für deutsche Druckgasbündel und Trailer bedeutet das: Verdichtung spart Volumen, während Flüssigwasserstoff eine noch höhere volumetrische Dichte bietet, jedoch kryogene Infrastruktur und den Umgang mit Boil-off erfordert.

Bei Wasserstoff für Brennstoffzellen müssen neben der Speicherdichte auch die Qualitätsanforderungen der DIN EN 17124 berücksichtigt werden.

Für die Handhabung von Gefahrstoffen bietet der Leitfaden Hazardous Material Safety Tips for Peptide Handling ergänzende Hinweise. Die konkreten Maßnahmen für Wasserstoff ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung und den geltenden Vorschriften.

Ein Leitfaden zur Lagerung von Wasserstoff unterstützt die Einordnung von Druckgaslösungen. Ein nominell großes Tankvolumen entspricht bei Flüssigwasserstoff wegen möglicher Boil-off-Verluste daher nicht automatisch einer dauerhaft verfügbaren Nutzmenge.

Zentrale Regeln für Labor- und Industrienutzer

Auf der Schicht zählt eine Dichtezahl erst dann, wenn sie in eine Messroutine übersetzt wird. Für Wasserstoff bedeutet das: Masse, Druck und Temperatur gehören in jedes Übergabeprotokoll, weil eine Volumenangabe ohne Zustandsdaten keine verlässliche Bestandsaussage liefert.

Was Bediener praktisch prüfen sollten

  • Masse erfassen: Flaschen und mobile Behälter vor und nach der Nutzung wiegen, damit schleichende Verluste nicht nur über den Druck erkannt werden.
  • Druck dokumentieren: Den Druck zusammen mit der Temperatur ablesen, weil der Druck allein keine direkte Massenangabe ist.
  • Temperatur notieren: Besonders bei Verdichtung und kryogener Lagerung verändert die Temperatur die Vergleichbarkeit von Messwerten.
  • Leckage nicht über Geruch bewerten: Wasserstoff ist kein verlässlicher Geruchs-, Farb- oder Schallindikator. Ein Freisetzungsverdacht gehört in das definierte Prüf- und Alarmkonzept.
  • Lüftung auf die Raumgeometrie abstimmen: Weil Wasserstoff aufsteigt, müssen Deckenbereiche, hohe Toträume und mögliche Ansammlungsstellen betrachtet werden.

Die niedrige molare Masse führt außerdem zu einer hohen Durchdringungsneigung durch sehr kleine Undichtigkeiten. Dichtungen, Ventilsitze, Anschlüsse und Materialübergänge brauchen deshalb eine geeignete Auswahl und wiederkehrende Prüfung.

Betriebsregel: Ein Druckabfall ist ein Hinweis, aber kein vollständiger Lecknachweis. Erst die Kombination aus Massenbilanz, Druckverlauf, Temperatur und geeigneter Detektion zeigt, ob tatsächlich Wasserstoff verloren geht.

Flüssiger Stickstoff ist in vielen Laboren der praktisch häufigere kryogene Stoff, darf aber nicht mit flüssigem Wasserstoff gleichgesetzt werden. Er siedet bei ungefähr −196 °C, muss in gut belüfteten Räumen eingesetzt werden und kann durch Sauerstoffverdrängung zur Erstickungsgefahr werden, wie die Sicherheitsanweisung der Universität Lübeck beschreibt. Eine deutsche Sicherheitsdateninformation zu Flüssigstickstoff führt außerdem aus, dass für seine Bestandteile keine Arbeitsplatzgrenzwerte bestehen, weil Sauerstoffmangel und Kälteverbrennungen die zentralen Gefahren sind.

Für kryogene Probenlagerung empfiehlt eine Fraunhofer-Arbeitsanweisung eine geregelte Lüftung, beispielsweise drei bis vier Luftwechsel pro Stunde mit gefilterter Zuluft. Diese Vorgabe gilt für den dort beschriebenen Anwendungsfall und sollte nicht ungeprüft auf andere Räume übertragen werden.

Kurze Antworten zum Gewicht von Wasserstoff

Wie viel wiegt ein Kubikmeter Wasserstoff? Bei 0 °C und 1,01325 bar wiegt ein Kubikmeter etwa 0,0899 kg. Dieser Bezugswert beschreibt ein Gasvolumen unter festgelegten Bedingungen, nicht die Füllmenge eines Drucktrailers oder Tanks.

Wie viel Raum nimmt ein Kilogramm als Gas ein? Ein Kilogramm Wasserstoff füllt bei 0 °C und 1 bar ungefähr 11,13 bis 11,24 m³. Abweichungen entstehen durch Rundung und unterschiedliche Standarddefinitionen. Für die Auslegung zählt deshalb immer, welche Bezugsbedingungen verwendet werden. Eine deutsche Stoffdatenquelle zu Wasserstoff führt die entsprechenden Referenzwerte auf.

Wie hoch ist das Molekulargewicht von H₂? Die molare Masse von molekularem Wasserstoff beträgt 2,0159 g/mol. Gemeint ist die Masse eines Mols H₂, nicht die Masse eines einzelnen Atoms und nicht das Gesamtgewicht eines Gasbehälters.

Warum kann Wasserstoff so leicht entweichen? Die geringe molare Masse und die kleine Molekülgröße begünstigen die Bewegung durch sehr kleine Leckstellen. Die hohe Wärmeleitfähigkeit beeinflusst außerdem die Auslegung von Detektion, Dichtungen und thermischen Systemen. Eine Leckrate lässt sich daraus allein nicht bestimmen. Dafür braucht man Angaben zu Spalt, Druck, Werkstoff und Geometrie.

Warum sammelt sich Wasserstoff unter der Decke? Wasserstoff ist deutlich leichter als Luft und steigt bei einer Freisetzung nach oben. Hohe Bereiche unter Decken, Schächte und andere eingeschlossene Zonen können dadurch kritisch werden. Lüftung und Sensorpositionen müssen zur Raumgeometrie passen, nicht nur zur freigesetzten Masse.

Für Labor und Betrieb sollten die Stoffdaten mit Behälter, Füllweise und Gefährdungsbeurteilung abgeglichen werden. Cryonos GmbH bietet Informationen und Ausrüstung für kryogene Lagerung, Transport und Handhabung, darunter Flüssiggasbehälter und Sicherheitszubehör.

Cryonos GmbH unterstützt Labore, Biobanken, Kliniken und industrielle Anwender bei der Auswahl kryogener Lager- und Transportlösungen.

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